Rednerticks und Sprachparasiten: Äh, Mh, im Grunde, nichtsdestotrotz und Co. in der Rede

Denkgeräusche können recht anstrengend sein
Rednerticks: Äh, Mh, im Grunde, nichtsdestotrotz und Co. in der Rede

Wissen Sie…

 

Der Redner auf der Bühne soll ein angesehener Experte auf seinem Gebiet sein. Die vielen Fachbücher von ihm verkaufen sich wie geschnitten Brot. Die lesen sich gut, ich habe einige Exemplare davon. Nur ist bei diesem Auftritt kaum etwas davon zu erahnen, das er etwas zu sagen hat. Es ist einfach zu schwer, ihm zu folgen. Er beginnt jeden Satz mit „Wissen Sie…“ und wiederholt das auch innerhalb der endlos langen Satzkonstruktionen. Punkte und Pausen scheint er nicht zu mögen. Für etwas Abwechslung sorgen die „Ähs“. Tückisch: Er selbst scheint sich nicht im Klaren zu sein, was er da mit seinen Gewohnheiten bewirkt. Das Publikum kann sie kaum überhören und ignorieren. Selbst die interessierten Zuhörer verlieren so früher oder später die Aufmerksamkeit für die eigentlichen Inhalte der Präsentation. Schade!

 

 

 

Es gibt liebenswerte Ticks und …

 

Manche Menschen machen während ihren Präsentationen oder in Gesprächen Geräusche, während sie nachdenken. Grauselig: Ständige „Ähs“, „Mhs“ und penetrant verwendete Floskeln wie „im Grunde“ oder „wie auch immer“, „nichtsdestotrotz“, „eh“, mit denen die vom Publikum schmerzlich vermissten Pausen gefüllt werden. Solche Denkgeräusche können die Nerven der Zuhörer arg belasten. Manche nennen diese überflüssigen Einfügungen Sprachparasiten. Förderlich sind sie jedenfalls nicht!

 

 

 

P.S.

 

Wie reagieren Sie auf Denkgeräusche und sind Sie sich sicher, selbst keine Geräusche beim Denken zu machen?