9 Gründe bei Veranstaltungen vorne zu sitzen

Die erste Reihe bei Veranstaltungen wird von vielen Menschen gemieden, wie vom Teufel das Weihwasser.
Darf ich Sie nach vorne bitten?

Wenn die erste Reihe bei Rede und Präsentation leer bleibt

 

Die erste Reihe bei Veranstaltungen wird von vielen Menschen gemieden, wie vom Teufel das Weihwasser.

Manches Publikum scheint in einer Rede ähnliche Risiken zu befürchten, wie in einer Zaubervorstellung; ungewollt auf die Bühne zu müssen. Oder wie erklärt es sich, wenn selbst in Räumen mit vielen Plätzen und wenigen Teilnehmern alle so wunderbar verteilt über den gesamten Raum verstreut sind? Die Welt wird immer kleiner. Nur die Abstände zwischen uns wachsen weiter. Und die Erfahrung zeigt, dass gerade die mit dem schlechtesten Gehör die hintersten Plätze bevorzugen, und sich dann darüber beschweren, dass der Redner zu leise redet.

Um dem zu begegnen, wird gerne mit elektronischer Verstärkung gearbeitet. Die meisten Redner sind vom Gebrauch eines Mikrofons dann erst einmal. Außerdem vergrößert das nicht gerade den Kontakt des Redners mit seinem Publikum, im Gegenteil!

Wenn Ihnen das passiert, laden Sie das Publikum in Ihren Veranstaltungen lieber dazu ein etwas näher zu rücken. Das macht es für alle Beteiligten einfacher. Die Entfernungen nehmen ab, die Menschen kommen sich näher, meinte der österreichische Erzähler Hugo von Hofmannsthal.

 

 

 

Mögliche Gründe für die Vermeidung der ersten Reihe

 

Was könnte Publikum von der ersten Reihe fernhalten? Kennen Sie weitere Gründe?

 

1. Fluchtwege

 

So unter Beobachtung lässt sich in der ersten Reihe im Zweifelsfall nicht so leicht klammheimlich die Flucht antreten.

 

 

 

2. Freiwillige vor

 

Die Gefahr in der ersten Reihe als „Freiwilliger“ auf die Bühne zu müssen, lässt introvertierte Zeitgenossen sie meiden.

 

 

 

3. Streber

 

Ein weitere möglicher Grund für die Vermeidung der ersten Reihe könnte sein, nur nicht als Streber wahrgenommen zu werden. Ist es also ein Trauma der Schulzeit, das Menschen dazu bewegt, sich im Vortragsraum so hinzusetzen, dass sie weder optimal den Redner noch seine Präsentation wahrnehmen können?

 

 

 

9 Gründe, weshalb ich gerne in der ersten Reihe sitze

 

Mittendrin, statt nur dabei?

 

 

1. Nutzen

 

Ich will soviel wie möglich mitnehmen, wenn ich mir Zeit und mitunter auch die finanzielle Investition gönne. Manche Weiterbildung hat ja durchaus ihren Preis und der gesame Zeitaufwand ist ja durchaus auch beachtlich.

 

 

2. Konzentration

 

Es fällt mir deutlich leichter mich auf das Geschehen und die Einzelheiten zu konzentrieren, wenn niemand vor mir sitzt.

 

 

3. Ein entspannter Nacken

 

Wenn Murphys Gesetz mal wieder zuschlägt und der größte Teilnehmer gerade vor mir Platz nimmt, kann ich gleich einen Termin bei der Massagepraxis machen. Mal links, mal rechts, es muss doch etwas mehr zu sehen sein. Die Ausweichbewegungen machen schon nach kurzer Zeit keine Freude mehr.

 

 

4. Verständlichkeit

 

Vorne ist üblicherweise auch für die Ohren der bessere Platz. Es sind einfach weniger Störgeräusche im Weg.

 

 

5. Skript und Co.

 

Mitunter ist das Begleitmaterial nicht ausreichend vorhanden und die hinteren Plätze erreicht das Handout nicht mehr. Werden Muster durchgereicht, erhalten es die letzten Reihen erst, wenn das Thema schon ganz woanders ist.

 

 

6. Kontakt zum Referenten

 

Der Kontakt mit dem Redner ist näher und Gespräche in den Pausen wahrscheinlicher.

 

 

7. Modellieren

 

Mitunter nehme ich mir vor, nicht nur der Rede selbst zu folgen, sondern auch auf der Metaebene, den Redner zu modellieren. Auf diese Weise eine tiefere Einsicht in dessen Denken und Handeln zu erlangen. Es handelt sich um eine Technik des NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Auch das Modellieren geht bei möglichst direktem Kontakt deutlich besser.

 

 

8. Kontakte

 

Vorne sitzen die motivierteren Teilnehmer, der Austausch mit ihnen ist besonders interessant.

 

 

9. Selbstmanagement

 

Die wichtigen Leute sitzen meist in der ersten Reihe, denn bis dorthin reicht das Scheinwerferlicht. Hier gibt es reservierte Plätze. Von hier aus ist der Sprung auf die Bühne leichter.

 

 

P.S.

 

Wie halten Sie es mit der ersten Reihe?

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts. Johann Wolfgang von Goethe